Hochspannungstest

Während beim normalen OFFEN-Test (Durchgangstest, Verbindungstest) das Bestehen einer Verbindung zwischen einem Testpunkt und einem anderen geprüft werden soll, wird beim Hochspannungstest getestet, ob diese Verbindung den Anforderungen entsprechend isoliert ist. Davor erfolgt meist ein SCHLUSS-Test (Niederspannungstest), um bei einer ungewollten Verbindung die Schädigung des Prüflings / UUT auszuschließen. Ein Hochspannungstest ist oftmals neben OFFEN-Test und SCHLUSS-Test auch ein Teil eines Kabeltests.

 

Es werden drei Arten von Hochspannungstests unterschieden:

 

  • Der Durchschlagstest misst die Höhe der Spannung, ab wann die Isolation eines Kabels oder Bauteils nicht mehr ausreichend ist und ein Lichtbogen überspringt (zerstörende Prüfmethode).
  • Der Spannungsfestigkeitstest prüft, ob die Isolation eines Kabels oder Bauteils einer bestimmten eingeprägten Spannung standhält (qualitativ) – zumeist mit AC-Spannung (siehe HV-AC Test).
  • Der Isolationswiderstandstest (Isolationstest) ermittelt durch verschiedene Messverfahren den Isolationswiderstand zwischen zwei Messpunkten (quantitativ) – zumeist mit DC-Spannung (siehe HV-DC Test)

 

Um diese Teste zur Ermittlung der Gefahr eines Durchschlags, der Spannungsfestigkeit und dem Isolationswiderstand durchführen zu können, benötigt das Testsystem spezielle Generatoren, die in der Lage sind, Hochspannung zu erzeugen.

 

Bei dieser Kategorie von Testern ist auf die Einhaltung spezieller (Sicherheits-) Normen zu achten. Bei den WEETECH-Testsystemen wird bei Gefahr der Sicherheitskreis unterbrochen und somit der Generator, der die Hochspannung erzeugt, abgeschaltet.

 

Ist ein Hersteller nach ISO 9001 zertifiziert, so sind die Testergebnisse häufig zu protokollieren und für die Rückverfolgung oder die Auswertung in einer Statistik in einer Datenbank zu speichern.