KSK

KSK ist die Abkürzung für Kundenspezifischer Kabelsatz und steht hier beispielhaft für den Test von verschiedenen Varianten.

 

Heute werden in Industriebetrieben viele Produkte in verschiedenen Varianten auf einer Produktionslinie hergestellt. Als Beispiel können hier Kabelsätze in der Automobilindustrie genannt werden, die ein Zulieferer nach individuellen Kundenbedürfnissen just-in-time für den Autohersteller fertigt. Dabei muss auf die Reihenfolge der Produkte wie auch auf die zeitliche Taktung geachtet werden, da das Zwischenprodukt nur relativ kurze Zeit vor seiner endgültigen Verbauung ins Endprodukt in „geordneten Bündeln“ an den Hersteller geliefert wird.

 

Die Herausforderung beim Testen ist hier das Prüfen unterschiedlicher Kabelsätze (oder Baugruppen) mit einem einzigen Testsystem. Dabei muss die korrekte Zuordnung von Prüfling / UUT und Prüfprogramm sichergestellt werden. Häufig geschieht dies durch einen angeschlossenen Barcode-Scanner. Nach dem Scannen des am Prüfling angebrachten Barcodes lädt das Testsystem das exakt passende Prüfprogramm und testet ihn nach den entsprechenden Parametern. Dazu zählen neben dem Kabeltest inkl. OFFEN-Test und SCHLUSS-Test auch der Funktionstest, der bei unterschiedlichen Varianten oft höchst unterschiedliche Funktionalitäten überprüfen muss. Die Ergebnisse werden zurück ins ERP-Programm* gemeldet und das einzelne Produkt entsprechend weiterverarbeitet oder nachgearbeitet.

 

Ist ein Hersteller nach ISO 9001 zertifiziert, so sind die Testergebnisse häufig pro Prüfling / UUT zu protokollieren und für die Rückverfolgung oder die Auswertung in einer Statistik in einer Datenbank zu speichern.

 

*ERP = Enterprise-Ressource-Planning 

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